4.2. – 15.2.
Beginn: 18:00
Ort: KunstKulturKirche Allerheiligen
Licht- und Klanginstallation im Rahmen der cresc... Biennale für aktuelle Musik
04.02.2026, 18 Uhr: Eröffnung, anschließend geöffnet bis 22.30 Uhr
So–Fr: 18–22.30 Uhr, Sa: 20–22.30 Uhr (außer am 13./14.02.2026)
Dieser Organismus lebt: In den begehbaren Installationen der französischen Künstlerin Justine Emard verschmelzen Licht, Farben und Töne zu einem pulsierenden Kunstwerk, dessen Grundlage auf dem Kommunikationssystem von Bienen beruht. Eine künstliche Intelligenz, die auf das Verhalten von Bienenschwärmen trainiert wurde, übersetzt deren Bewegungsmuster in Licht- und Klangimpulse, die aufeinander reagieren, wachsen und sich verändern. So entsteht ein »lebendiger Organismus«, der unvorhersehbar agiert und sich eigenständig weiterentwickelt. Das Publikum taucht ein in einen dynamischen Wahrnehmungsraum, der die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz mit der Unmittelbarkeit sinnlicher Erfahrung verknüpft. Justine Emard arbeitet an den Schnittstellen von Video, Skulptur und immersiver Medienkunst. Ihre Arbeiten werden international ausgestellt und untersuchen das Zusammenspiel von Mensch, Natur und Technologie.
11.2.
Beginn: 20:15
Ort: Pupille-Kino, Festsaal (1. OG) im Studierendenhaus Mertonstr. 26-28
Mensch gegen Natur! Nachdem Biber seine Apfelplantage zerstört haben, muss Jean Kayak alleine im kalten Winter ums Überleben kämpfen. Auf der Suche nach Nahrung erweisen sich die Wildtiere Wisconsins (gespielt von Menschen in Tierkostümen) als wehrhafte Widersacher, die Jeans Fallen stets entkommen. Mit viel Einfallsreichtum und der Hilfe eines Pelzhändlers mausert Jean sich doch noch zum erfolgreichen Tierjäger hoch. Doch die Biber sind noch lange nicht fertig mit ihm.
Mit einem Budget von nur 150.000 Dollar schufen Regisseur Mike Cheslik und Hauptdarsteller Ryland Brickson Cole Tews ein einfallsreiches und urkomisches Slapstick-Epos, welches Inspiration von unter anderem Buster Keaton, Looney Tunes, Jackie Chan und Nintendo nimmt.
11.2.
Beginn: 18:00
Ort: SCAPE° Offenbach
offenes Zeichnen, jeden Mittwoch After-Work-Bar ab 18:30 Uhr
12.2.
Einlass: 19:00,
Ort: Kapelle Offenbach
12.2.
Beginn: 19:00
Ort: SCAPE° Offenbach
Einmal im Quartal leckere Bio- und Naturweine verkosten und mehr über ihren Anbau in Zeiten des Klimawandels erfahren.
13.2.
Beginn: 18:30
Ort: 2:OG Dondorf, Gabriel-Riesser-Weg 3, 60487 Frankfurt
13.2.
Beginn: 18:00
Ort: saasfee*satellit, tiefgarten am pavillon
music by bass chamber
14.2.
Beginn: 16:00
Ort: Studio 294 auf dem Milchsackgelände
18.2.
Beginn: 18:00
Ort: Komplizen Frankfurt
Kreativer Austausch, alle Handarbeiten und auch Beginner willkommen
19.2.
Beginn: 20:00
Ort: Deutsches Filmmuseum
PERSONA
Schweden 1966. R: Ingmar Bergman. D: Liv Ullmann, Bibi Andersson, Margaretha Krook. 85 Min. 35mm. OmeU
Original version with English subtitles
Filmkritischer Kommentar: Ruth Fühner
Psychoanalytischer Kommentar: Soheila Kiani-Dorff
Filmreihe: Kino & Couch
In der Reihe zeigt das Kino des DFF zusammen mit dem Frankfurter Psychoanalytischen Institut dieses Jahr von Februar bis Juni neun Filme zum Thema „Das Unaussprechliche“.
Nachdem die Schauspielerin Elisabet Vogler (Liv Ullmann) mitten in einer Theateraufführung zu sprechen aufgehört hat, kümmert sich die junge Krankenschwester Alma um sie. Zur Erholung fahren die beiden Frauen in das Sommerhaus der behandelnden Ärztin. Doch während Elisabet stumm bleibt, offenbart ihr Alma umso mehr intime Details aus ihrem Leben. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Anziehungskraft, die allmählich in symbiotische Abhängigkeit übergeht. Für die Zeitschrift Cahiers du cinéma ist PERSONA der schönste Film Bergmans, in dem das Kino über sich selbst nachdenke.
19.2. – 10.4.
Ort: Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main
Ja, DAS ist Antisemitismus. Jüdische Erfahrungen in Hessen
Ausstellungsdauer: 18. Februar 2026 - 10. April 2026
Vernissage
Do 19. Februar 2026
19:00 Uhr
Antisemitismus ist Alltag. Seit dem 7.10.2023 werden das Ausmaß und die Anschlussfähigkeit
von Antisemitismus auch nach Hessen überdeutlich.
Die Ausstellung ist ein Ausgangspunkt, um sich mit der Betroffenenperspektive zu befassen, und um Solidarität und Empathie zu entwickeln.
20.2.
Einlass: 00:00, Beginn: 20:00
Ort: Oetinger Villa Darmstadt
20.2. – 21.2.
Beginn: 20:00
Ort: Mousonturm Saal
In „She Stands in the Middle of a Battlefield“ sucht die polnische Theaterregisseurin Magda Szpecht Worte und Formen für das Gefühl, eine Freundin und Schwester in den Krieg ziehen zu sehen – und ihr dennoch Halt geben zu wollen. Vom Alltag an der ukrainischen Front erfährt sie über Text- und Sprachnachrichten. Und auch davon, wie sich Kameradschaftlichkeit, Idealismus und Sexismus überlagern. Innerhalb einer vielschichtigen Partitur mit neuen Bildern des Krieges, Fragmenten aus Open-Source-Recherchen, persönlichen Briefen und klanglichen Landschaften öffnet sich ein Resonanzraum für das, was oft ungehört bleibt. Das Stück changiert zwischen der bitteren Erkenntnis, als Frau in einem hyper-patriarchalen System, dem Militär, gefangen zu sein, und der gleichzeitigen Unumstößlichkeit dieser Entscheidung. Madga Szpecht erzählt hier von einer Künstlerin, die zur Soldatin wird. Sie tastet sie sich durch den Alltag des Krieges, rekonstruiert Rituale, Widersprüche, Erschöpfung – und stellt die alles durchziehende Frage: Wer beansprucht ihren Körper?
Tickets und Infos
21.2.
Einlass: 18:00, Beginn: 19:00
Ort: Café Koz
ATLANTEAN SWORD, DEEP GNOME, MALFET, PUTRID MARSH, SISTERS OF SORCERY, ROTTEN ORC
6 Dungeon Synth Acts aus den tiefsten Abgründen des Unvorstellbaren.
Alle 6 Sinne werden hier bedient: Riechen, Sehen, Tasten, Hören, Schmecken und Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn.
Alles beginnt abends um 6.06 pm mit träumerischen und albträumerischen Hymnen und Abgründen, in die man sich fallen lassen kann und aus denen man nicht mehr in unsere Zeit und Raum zurückkehren möchte. Kommt mit, kriecht mit uns in den Kerker und lauscht den Klängen!
21.2.
Einlass: 19:00, Beginn: 20:00
Ort: KJK Sandgasse
Wir Sind Glücklich ! - Stahlnetz, Der_Gang350 und Motten live mit Aftershow
Waggon am Kulturgleis und Weird Science präsentieren :
Live on Stage im KJK Sandgasse
Stahlnetz (Berlin / München)
Der_Gang350 (Frankfurt)
Motten (Offenbach)
im Anschluss UndergrouNDW und Artverwandtes mit Neonmotte und Mike (Weird Science)
Einlass : 19 Uhr
Beginn : 20 Uhr
Eintritt : Wie beim Waggon frei - allerdings wäre eine Spende zugunsten der darbenden Künstler sehr fein ❤
23.2.
Beginn: 14:00
Ort: Atelier Walterpassage
Offene Werkstatt (mit Sandrine)
Bring dein eigenes Projekt mit und drucke selbstständig am Riso - wir unterstützen dich dabei.
Kosten: Betreuung kostenlos + Materialkosten
25.2.
Beginn: 20:00
Ort: Schlachthof Wiesbaden - Kesselhaus
Live-Musik gehört zweifellos zu den schönsten Möglichkeiten, ganz und gar im Moment aufzugehen —vor allem, wenn man sich „Auf der Flucht vor der Wirklichkeit“ befindet. Wir erinnern uns: So hieß die letzte Tour von Die Nerven, die das Trio im November letzten Jahres einmal kreuz und quer durch Deutschland, Österreich und die Schweiz absolvierte.
Aber noch einmal von vorne: Die Nerven, das sind Julian Knoth, Kevin Kuhn und Max Rieger, und zusammen gilt das Trio ganz zu Recht als eine der besten Live-Bands des Landes. Ihre Konzerte sind reine Gegenwart: direkt, roh, unverhandelbar. Jeder Versuch, den ephemeren Zauber einzufangen, der sich immer wieder aufs Neue zwischen den drei Musikern auf der Bühne entspinnt, bleibt als bloßer Schatten eines Augenblicks zurück, der sich nur erleben und nicht reproduzieren lässt. Mit „Live aus dem Elfenbeinturm“ legen sie nun ein eindringliches Doppel-Album vor, das die Magie ihrer gefeierten „Auf der Flucht vor der Wirklichkeit“-Tour einfängt –roh, direkt und emotional aufgeladen, formulieren Die Nerven ihren Sound zwischen Post-Punk, Noise-Rock und düsterem Pathos erneut auf den Punkt.16 Songs aus ihren letzten drei Studioalben (plus zwei Rückgriffe auf „Fun“) bilden eine krachende Retrospektive –nicht als bloße Dokumentation, sondern als künstlerische Neuinterpretation. Zwischen eruptivem Noise und fragiler Stille entfaltet sich ein dynamisches Live-Set, das Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwebt. Nun bringen sie genau jenes erneut auf die Bühnen. Es ist Werkschau, Rückblick und Vorausschau in einem. Und geradezu niederschmetternd gut.
26.2.
Beginn: 20:00
Ort: Deutsches Filmmuseum
THE HURT LOCKER
Tödliches Kommando
USA 2008. R: Kathryn Bigelow. D: Jeremy Renner, Anthony Mackie, Brian Geraghty. 131 Min. 35mm. OmU
Original version with German subtitles
Filmkritischer Kommentar: Manfred Riepe
Psychoanalytischer Kommentar: Karl Colditz
Filmreihe: Kino & Couch
In der Reihe zeigt das Kino des DFF zusammen mit dem Frankfurter Psychoanalytischen Institut dieses Jahr von Februar bis Juni neun Filme zum Thema „Das Unaussprechliche“.
Der Film basiert auf den Erfahrungen des Journalisten Mark Boal, der „embedded” ein Bombenentschärfungskommando im Irak-Krieg begleitet hatte und auch das Drehbuch schrieb. Mit großer Genauigkeit wird die tägliche Arbeit dieser Einheit geschildert, die sich ständig in tödlicher Bedrohung befindet, aber auch die Faszination für die Gefahr, die Männer im Krieg erleben. Mit sechs Academy Awards (darunter als „Bester Film“) war der Film überraschend der große Oscar®-Gewinner 2010. Kathryn Bigelow wurde mit dem Oscar® für die Beste Regie prämiert – zum ersten Mal überhaupt ging diese Trophäe an eine Frau.
26.2.
Beginn: 21:00
Ort: Mousonturm Stern
Als Teil eines halb-fiktionalen, nicht etablierten Kollektivs entwickelten kem und laura ein DJ-Format mit mehreren Decks und stets mehr als zwei DJanes. „Too many DJs“ bedeutet, dass die Plattenspieler immer geteilt werden. Im Idealfall rückt die Tanzfläche als Raum und Ort ins Zentrum, während sie mit der Vielfalt von Genres, Beats und Stimmungen spielen.
26.2. – 27.2.
Beginn: 20:00
Ort: Mousonturm Studio 1
Künstlerin, Nonne, Sozialarbeiterin, Aktivistin – Sister Karen Boccalero (1933-1997, Los Angeles) war vieles, nur einfach war sie nicht. Sie trug immer Hosen, niemals ein Habit, sagte immer offen ihre Meinung, immer. Sie trank, rauchte und fluchte. Eine typische Nonne war sie nicht. In Boccalero beschwören drei Tänzerinnen ihre widersprüchliche Persönlichkeit herauf. Eine Hommage, ein Cover-Song, ein Blick auf eine Frau, die sich nicht glätten ließ. In dieser Arbeit wird Tanz zu einer Erinnerung, einer Konzentration – in aggressiver Hingabe an eine fiktionalisierte Figur.
2.3.
Beginn: 19:00
Ort: Haus am Dom, Domplatz 3
Antisemitismus zeigt sich längst auch auf Social Media – oft subtil, meist aber offen und direkt, in Memes, Kommentaren oder Verschwörungserzählungen.
Der Nah-Ost-Konflikt dient hier als Brandbeschleuniger. In seinem Vortrag analysiert der Psychologe Tom Uhlig, wie sich antisemitische Bilder und Narrative auf Instagram verbreiten, welche Mechanismen sie befördern und wie ihnen wirkungsvoll begegnet werden kann. Eine kritische Bestandsaufnahme digitaler Judenfeindlichkeit.
4.3.
Beginn: 19:00
Ort: Freies Deutsches Hochstift, Arkadensaal, Großer Hirschgraben 23-25
250 Jahre E.T.A. Hoffmann (1776 – 1822) müssen gefeiert werden!
Wir tun das mit einer Präsentation seiner schaurigen Erzählung ‚Der Sandmann‘, meisterhaft umgesetzt als Graphic Novel von Vitali Konstantinov. Der Autor, Illustrator und Comiczeichner hat E.T.A. Hoffmanns berühmtes ‚Nachtstück‘ atemberaubend ins Visuelle transferiert. Und so muss der verunsicherte, als Kind schon traumatisierte Student Nathanael auch in dieser Graphic Novel leiden, verfolgt vom Sandmann, vom Wetterglashändler Coppola und letztlich als Opfer seines eigenen Wahns, in dem er seine Verlobte nicht mehr erkennt, sich aber in eine Automatenpuppe verliebt. Oder ist alles ganz anders?
Vitali Konstantinovs zeichnerische Adaption wird mit ihrer Liebe zum Detail Hoffmann-Fans ebenso begeistern wie die der Graphic Novel. Der vielfach ausgezeichnete Künstler stellt sie an diesem Abend vor und spricht mit Jakob Hoffmann über den Schaffensprozess und seine Arbeit.
Eintritt: 5 €
4.3. – 5.3.
Beginn: 20:00
Ort: Mousonturm Saal
“I’m not afraid of my body. If I was, would you be more comfortable?” – Jéssica Teixeira
In ihrer preisgekrönten Arbeit „Monga” widmet sich die brasilianische Künstlerin Jéssica Teixeira der mexikanischen Künstlerin Julia Pastrana, einer der größten Inspirationen sogenannter „Freak Shows” des 19. Jahrhunderts. Teixeira zeichnet Elemente des Lebens der Tänzerin, Performerin und Sängerin nach, das von unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Ausbeutung geprägt war – und deren Körper selbst nach ihrem Tod mit 26 Jahren noch die koloniale und ableistische Sensationslust anderer bedienen musste. „Monga” ist weder Dokumentartheater noch Spektakel, sondern eine Fortführung der Recherche Teixeiras, die ihren eigenen Körper als Rohmaterial der Dramaturgie einsetzt. Beschienen vom grellen Schein eines Ringlichtes starrt Teixeira zurück, spiegelt und entblößt die Gaffer, hält das Publikum in der Schwebe zwischen Intimität, Humor und Schock. Ein Abend zwischen Performance, Poesie und Live-Konzert, an dem der ein oder andere Shot Cachaça nicht fehlen darf.
9.3.
Beginn: 19:00
Ort: Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main
Dokufilm (2024) von Mati Diop | 71 Min., OmdU
Mati Diops Dokumentarfilm thematisiert die Rückgabe von 26 königlichen Schätzen des Königreichs Dahomey an Benin, die während der Kolonialzeit von Frankreich geraubt wurden. Im November 2021 gab Frankreich diese Kulturgüter offiziell zurück – darunter symbolträchtige Statuen der Könige Glélé, Behanzin und Ghézo sowie ein 1892 geraubter Thron. Die Rückgabe basiert auf einem Bericht der Wissenschaftlerinnen Bénédicte Savoy und Felwine Sarr an Präsident Macron aus
dem Jahr 2018. Die Rückkehr der Objekte wurde in Benin feierlich begrüßt und zunächst im Präsidentenpalast in Cotonou ausgestellt. Diops Film zeigt auch eine Diskussion von Studierenden, die die Rückgabe kritisch hinterfragen: Sie bemängeln, dass nur 26 von etwa 7.000 Objekten zurückgegeben wurden, und thema-tisieren den Verlust von Sprachen, Traditionen und Geschichte durch die Kolonialisierung. Einige sehen in der Rückgabe eine Imagekampagne Macrons oder diskutieren die Rolle von Benins Präsident Patrice Talon. Der Film verbindet so die Geschichte der geraubten Kunstwerke mit aktuellen gesellschaftlichen Debatten.
09. März, 19 Uhr
Mit Zerai Abraham
Host: Projekt Moses - Jugend- und Sozialwerk e.V.
9.3.
Beginn: 19:30
Ort: Mousonturm
Ein Flugzeugabsturz. Eine einsame Insel. 20 Frauen. Eine Protagonistin, die ihr vorheriges Leben vollkommen vergessen hat. Und die wichtigste Frage: Werden sie überleben? Während ein Teil der Frauen fest davon überzeugt ist, bald von der Insel gerettet zu werden, sind die anderen vor allem daran interessiert, auf eine genderneutrale Sprache zu achten, nach Konsens zu fragen und generell eine neue, gerechte Gesellschaft aufzubauen. Wie diese Gesellschaft aussehen mag, darüber wird in einem permanenten Austausch untereinander verhandelt. Sophie möchte eine Menstruationshütte bauen, Aurelia findet, das sei Cultural Appropriation, Bente will Lesbos ausrufen, Else ein Matriarchat errichten, während Noëlla den Kommunismus ausprobieren möchte. Nadja vermisst ihre Firma, Anne findet alles nur noch nervig, Betty versteht gar nichts und will einfach nur nach Hause, und Nykki will vor allem eines: Sex. Die Protagonistin Cara hingegen kann sich nicht mal mehr an ihren eigenen Namen erinnern, geschweige denn an feministische Theorie.
In ihrem Debütroman „Medusa in Paradise” entwirft Laura Melina Berling eine Robinsonade, in der Paradies und Dystopie ganz nah beieinander liegen. Dabei gelingt es ihr, mit viel Humor und großer Leichtigkeit von gesellschaftlichen Grabenkämpfen zu erzählen und vom ewigen Ringen um die Frage: Wie wollen wir leben?
11.3.
Beginn: 21:00
Ort: Harmonie Kino
Präsentiert in (Dis)Harmonie- Die Reihe für den abseitigen Film
Überraschungs-Vintage Horror-Film in der englischen Originalversion
Du gehörst zu denen, die bei Jump Scares nur noch müde lächeln, du kannst die Namen Bela Fugosi, Vincent Price oder Robert Englund den korrekten ikonischen Charakteren des fantastischen Films zuordnen. Du glaubst, du bist von Gothic- bis Zombiefilm ein allumfassendes Lexikon des morbiden Kinos? Dann lass dich vom Team der (Dis)Harmonie überraschen oder gerne neu unseren Fundstücken begeistern.
Mit der CREEPY CLASSICS SNEAK garantieren wir qualitatives Gruseln mit kultigen, aber auch vergessenen Perlen des internationalen Horrorfilms. Ob obskurer B-Movie, ewiger Geheimtipp oder verschollenes Gruseljuwel aus den Untiefen cineastischer Gruften. Und selbst wenn es ein Filmtitel ist, den ihr möglicherweise schon einmal gesehen habt. Diesen gemeinsam im Kino mit einem gleichgesinnten Publikum des abseitigen Geschmacks zu genießen bzw. sich gemeinsam zu gruseln, ist schließlich immer ein Fest.
In unserer neuen Unterreihe von (Dis)Harmonie - Die Reihe für den abseitigen Film präsentieren wir ab sofort alle zwei Monate einen Horrorfilmklassiker, der unbedingt noch einmal auf die große Leinwand gehört. Aber seid gewarnt: Moderne Produktionen nach 1985 wird es hier nicht zu sehen geben. Wir setzen vollkommen auf Retro, Vintage und Schwarzweiß. Lasst also mit uns zusammen, die Tradition des guten alten Mitternachtskinos aufleben und freut euch auf eine ganz besondere Show nostalgischen Gruselns.
Ab 18 Jahren | 100 Minuten
11.3. – 11.2.
Beginn: 19:00
Ort: Haus am Dom
Frauen und andere haben gelernt, ihre Wut zu unterdrücken. Wofür?
Reihe: Ambivalente Emotionen: Intersektionale Perspektiven und Positionen
13.3.
Beginn: 20:00
Ort: Schauspiel Frankfurt
Keine Fiktion, sondern Realität: Am 02. August 2018 erhält die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Başay-Yıldız eine Morddrohung. Mit der Unterschrift »NSU 2.0« beziehen sich die Verfasser:innen auf die Gruppe »Nationalsozialistischer Untergrund«, deren Terror zwischen 2000 und 2007 mindestens zehn Menschen zum Opfer gefallen waren. Die Suche nach der Herkunft des Schreibens führt zu einem Computer im Frankfurter Polizeirevier 1 und zu einer Chatgruppe unter Polizeibeamt:innen, in der Hakenkreuze und Judenwitze ausgetauscht werden. Je länger ermittelt wird, desto klarer tritt zutage: Die Behörde, die Bürger:innen wie Başay-Yıldız vor Terror und Extremismus beschützen soll, hat ein massives Problem mit Rechtsextremen in den eigenen Reihen. Wie weit reichen rechtsextreme Netzwerke in unserer Stadt? Und was bedeutet das für Politik, Bürger:innen und Betroffene?
14.3.
Beginn: 20:00
Ort: Kreativfabrik, Murnaustraße 2, Wiesbaden
WATZ sind eine Band aus aktuell neun Menschen, jeder Menge Blech- und Holzblasinstrumenten und Drums. Zwischen Melodien und Gebratze, mal lau, mal leiser, ein wilder Chaos-Mix aus Brass, Punk, Elektro, Pop, Disco quer durch die Galaxie.
Eintritt: AK 12 – 15 €
15.3.
Beginn: 20:00
Ort: Kammerspiele, Schauspiel Frankfurt
Die autofiktionalen Romane und Erzählungen von Édouard Louis schildern mit großer Intensität, wie Armut, Enge, Ausgrenzung, Homophobie und patriarchale Geschlechterrollen in bestimmten sozialen Schichten zu immer neuen Spiralen der Ausweglosigkeit und Gewalt führen. Dabei gelingt Louis das Kunststück, die Verstricktheit der Opfer und Täter und ihr Ausgeliefertsein an gesellschaftliche Machtstrukturen zu beleuchten, ohne dabei jemals in eine Unschärfe der Unterscheidung verschiedener Formen des Erleidens zu geraten. Auch der Täter ist Opfer – Handelt er aus Hilflosigkeit, Wut oder gesellschaftlich produzierter Autoaggression? – nichtsdestoweniger bleibt er Täter. Und das Opfer bleibt Opfer – selbst dann, wenn es die Täter versteht, wenn es gar in erzwungener Komplizenschaft mit ihnen kooperiert.
In seinem Roman »Wer hat meinen Vater umgebracht« schildert Louis das hochgradig ambivalente Verhältnis zu seinem Vater, der den homosexuellen Sohn ablehnt, sich für ihn schämt, ihn ausliefert und misshandelt und der sein Kind dennoch liebt. Er schildert sein eigenes Erwachsenwerden als Geschichte eines Sohnes, der den Vater abstreifen muss, um leben zu können, und sich doch nichts mehr wünscht, als von ihm gesehen zu werden. Eine Geschichte der Zärtlichkeit und Gewalt, des Selbsthasses und der Anklage, die Lisa Nielebock als intensives und sensibles Kammerspiel zeigt.
19.3. – 21.3.
Beginn: 20:00
Ort: Mousonturm
Langer Esstisch, roter Teppich, Tanzfläche und festlichste Roben: Zwei feministische Kollektive aus Bangalore und Berlin knacken die Codes der Gastfreundschaft. Was bleibt, wenn wir die Förmlichkeit hinter uns lassen? Was, wenn Gender, „Race“ und Kolonialgeschichte mit am Tisch sitzen?
„Wait To Be Seated” ist eine Kollaboration der Performance-Kollektive Sandbox Collective (Bangalore) und She She Pop (Berlin). Das Stück untersucht Gastfreundschaft und ihre verschiedenen sichtbaren Absurditäten, wenn man sie durch eine kritische Linse betrachtet. Welche Regeln bestimmen die Beziehung zwischen Gastgeber und Gast, und was passiert, wenn wir sie in Frage stellen? „Wait To Be Seated” entwirft in einem entrückten Nirgendwo einen Parcours der Gastlichkeit. Wir sehen zwei Gruppen, die zunächst auf gegensätzlichen Seiten stehen, aber langsam Wege finden, sich in der Mitte zu treffen, um einen neuen Horizont zu eröffnen.
Dauer: ca. 90 Min.
Sprache: Englisch
20.03. Gespräch im Anschluss
19.3. – 29.3.
Beginn: 20:00
Ort: Bockenheimer Depot Frankfurt
Klassische Balletttechnik trifft auf Tanzimprovisation. Ioannis Mandafounis kreiert ein neues Werk für eine kleine Besetzung, das in die Tanzgeschichte eintaucht – getanzt von Tänzern der DFDC und Jón Vallejo, Erster Solist des Semperoper Ballett.
Rosalind Crisp gilt als eine der bedeutendsten und zugleich rigorosesten Tanzkünstlerinnen Australiens. Für den zweiten Teil dieses Doppelabends kreiert sie ein neues Werk mit dem Ensemble der DFDC und Pianist Frédéric Blondy.
Begleitprogramm:
Premierenparty
19.03.2026
Im Anschluss an die Vorstellung laden wir herzlich zur Premierenparty ein.
Nachgespräch
28.03.2026
Erfahren Sie mehr über die Hintergründe der Produktion und die beteiligten Künstler*innen.
21.3.
Beginn: 18:00
Ort: Mousonturm Studio 1
Ein Knick, eine Ebene, mehrere Layer, ein paar Linien, die sich treffen, kreuzen, auseinanderdriften. Falten in Kissen, Decken und Laken lassen sich nicht nur als Spuren von Körpern lesen, sondern weisen über die im Bett verbrachte Zeit hinaus in eine Zukunft ungekannter Bedürfnisse und Gemeinsamkeiten, die sich bereits gestern erfüllt haben können. Seit mehr als einem Jahr bietet Jeanne Eschert regelmäßig Bettfaltenlesungen an, bei denen sie Magie, Rituale, Handlesen, Choreografie und Erfahrungen im Bett miteinander verbindet und sich damit an Menschen richtet, die viel Zeit im Bett verbringen und eine besondere Beziehung dazu aufgebaut haben – Menschen mit chronischen oder psychischen Erkrankungen, Behinderungen oder deren Umfeld. Im Rahmen der Bettfaltenlesungen sind Texte und Fotos entstanden, die in einer performativen Lesung präsentiert werden und dazu einladen – wenn die Stimmung passt – auch vor Ort gemeinsam in den Falten zu lesen. Jeanne Eschert fragt, was wir in den Falten lesen oder wie wir uns darin verbergen können.
21.3.
Ort: 2og:dondort, Frankfurt-Bockenheim
Wir öffnen die Türen für Nachbarschaft, Stadt, Neugiereige und Freund:innen.
1.4.
Beginn: 20:00
Ort: Schauspiel Frankfurt
Der rassistische Terror in Deutschland seit dem tödlichen Brandanschlag in Mölln 1992 bis hin zu den Morden in Hanau 2020 offenbart das Systemversagen einer instabilen Sicherheits-Architektur, die nicht alle Bürger:innen ihrer Gesellschaft mit gleicher Sorgfalt schützt. Durch die Collage von Interviews, Zeugenberichten, journalistischer Recherche und Material aus Ausschüssen und Prozessen zu rassistischen Straftaten zeigt Nuran David Calis die strukturellen Ähnlichkeiten des Behördenversagens, der aktiven Verschleierung dessen und die Kollision des Verfassungsschutzes mit der rechten Szene in den letzten 30 Jahren auf. Die Stigmatisierung der Opfer rassistischer Verbrechen durch die Polizei und die Sicherheitsbehörden stellt in der Verbindung der Taten einen weiteren gemeinsamen Nenner dar.
Im Gewand einer bunten, satirischen Enthüllungsshow entblößt Calis‘ neue Arbeit für das Schauspiel Frankfurt Strukturen, Täter, Komplizen und Mitwisser durch Re-Enactments, investigative Attacken, Verfremdung und bitterbösen Humor – im Einsatz für solidarisches Empowerment gegen Rechts und die Ermächtigung marginalisierter Stimmen.
Mit den Mitteln des dokumentarischen Theaters schafft Autor und Regisseur Nuran David Calis in seinen Recherchetheaterarbeiten einen politischen Raum, in dem Mainstream-Narrative aufgebrochen und neue Perspektiven eingenommen werden.
13.5.
Beginn: 18:00
Ort: Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41
Regie: Vincent Paronnaud,
Marjane Satrapi
Frankreich, 2007
95 Minuten
14.5.
Beginn: 20:00
Ort: schon schön Wiesbaden
AUA
AUA melden sich mit ihrem dritten Studioalbum Painkiller No.1 zurück und setzen damit einen markanten Schlusspunkt hinter eine eindrucksvolle Trilogie. Nach der introspektiven Tiefe von The Damaged Organ (2022) und der explosiven Ausgelassenheit ihres Debütalbums I Don’t Want It Darker (2020) ist das neueste Werk der Multiinstrumentalisten Fabian Bremer und Henrik Eichmann ein Zeugnis ihrer künstlerischen Dynamik und langjährigen Freundschaft. Erneut in Eigenregie zwischen Heimstudios und abgelegener Ferienhütte aufgenommen, setzt sich Painkiller No.1 zu einem sorgfältig komponierten Mosaik aus klanglicher Vielschichtigkeit und komplexem Songwriting zusammen, das den unermüdlichen Drang des Duos zur Weiterentwicklung verdeutlicht. Motorik-Beats und Synth-Arpeggios bleiben die treibenden Kräfte in AUAs kreativem Output, wie im Stück Disconnected Bliss oder dem Titeltrack des Albums.
Bremer und Eichmann erlauben sich jedoch auch Raum zum Atmen, insbesondere da mehr Songs von ihren Gesangsperformances getragen werden, wie in Scenes of Quiet Life oder White Sharks. Auf Painkiller No.1 erweiter ndie beiden Musiker ihre Klangpalette aus fragilem Gesang, trocken-punchigen Drums, Vintage-Synths und Lo-fi-Gitarren um weitere Einflüsse, die die Grenzen ihres bewährten Sounds ausloten: Von den psychedelischen Ausbrüchen von Portishead und den Beatles inspiriert, über die vertrackten Arrangements von Autolux und Broadcast, wagt sich der dritte Langspieler der Band in unbekannte Gefilde, bleibt aber der rauen, wabernden Ästhetik seiner Vorgänger treu. Jeder Track wird zu einer Reise für sich, die die Reife der beiden Musiker als Songwriter und Storyteller unter Beweis stellt.
Wohnbau
Wohnbau machen Musik eigentlich. Zunächst als Studioprojekt während der Pandemie gegründet, um trotz der Einschränkungen musikalisch aktiv sein zu können, steht das Quartett heute auf der Bühne, um die Songs ihrer ersten Veröffentlichung und mehr live zu präsentieren. Dabei verfolgen sie einen offenen musikalischen Ansatz, der Elemente von Postpunk, Krautrock, New Wave und Minimal Music im Uncanny Valley ihres eigenen (Anti-)Stils verbindet und neu interpretiert. Nicht als Rekombination, sondern als Herangehensweise.
Einlass: 19:30 Beginn: 20:00 | Eintritt: VVK 18,00 + Gebühren
27.5.
Beginn: 19:00
Ort: Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41
Die Wütenden – Les Misérables
Mi 27. Mai 2026
18:00 Uhr
Regie: Ladj Ly
Frankreich, 2019
105 Minuten
29.5.
Beginn: 20:00
Ort: schon schön Wiesbaden
Bitte gehen Sie weiter, bitte bleiben Sie hier nicht stehen! Auch mehr als zwei Jahrzehnte nach ihrer Gründung zelebrieren Urlaub in Polen eine in den Projektnamen gegossene Ästhetik des Vorübergehenden, der zeitlich begrenzten Erfahrung innerhalb eines kontinuierlichen Stroms aus neuen Eindrücken und sich im Reisegepäck ansammelnder Memorabilia. Nach längerer Pause erschien 2020 das Album All, an dessen verspulte Variante von Krautrock die Neuerscheinung Objects, Beings and Parrots einerseits anschließt, sich andererseits aber in bester eklektischer Tradition weiter in allerlei Genregefilde vortastet, ohne je den roten Faden zu verlieren. Multiinstrumentalist Georg Brenner und Schlagzeuger Jan Philipp Janzen schlagen neun Tracks lang eine Fährte durch das Referenzgewusel (siehe an dieser Stelle auch die Covercollage aus Fliesenkatalog, Retro-Serviervorschlag und Archäologielehrbuch), die beim Zuhören ein wohliges Gefühl von Mitgenommenwerden erzeugt - bei aller Verweigerung einer klaren musikalischen Kategorisierung der Band.
Einlass: 19:30 Beginn: 20:00 | Eintritt: VVK 24,20 inkl. Gebühren
25.7. – 26.7.
Ort: Rheinhessischer Elektronischer Musikverein
R.E.M., ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Rommersheim, will der avantgardistischen Musik einen Salon auf dem Land geben. Musikveroeffentlichungen, Konzerte, Workshops, Residenzen, Proben, Barabende. Musikkultur zwischen Rebkultur im ehemaligen Flaschenlager der Drollmühle, Rheinhessen.