3.2.
Beginn: 18:30
Ort: Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main
Eine gescheiterte österreichische Martial-Arts-Kämpferin geht auf das Angebot einer jordanischen Familie ein, deren drei Töchter in Amman als „Personal Trainerin“ sportlich zu ertüchtigen. Sie will damit ihrer prekären Existenz entkommen, landet aber in einer fremden und latent bedrohlichen Welt. Doch was als Sozialdrama mit bizarrer Komik beginnt, verschiebt beständig die Prämissen ins Feld eines Thrillers um mafiöse Verstrickungen und patriarchale Gewalt. Das mit Genre-Konventionen spielende Drama lässt naheliegende Erwartungen gezielt ins Leere laufen.
Ö, 2024
Regie: Kurdwin Ayub
Drama
Mit: Florentina Holzinger, Andria Tayeh, Celina Sarhan
93 Minuten, FSK: ab 16
4.2. – 15.2.
Beginn: 18:00
Ort: KunstKulturKirche Allerheiligen
Licht- und Klanginstallation im Rahmen der cresc... Biennale für aktuelle Musik
04.02.2026, 18 Uhr: Eröffnung, anschließend geöffnet bis 22.30 Uhr
So–Fr: 18–22.30 Uhr, Sa: 20–22.30 Uhr (außer am 13./14.02.2026)
Dieser Organismus lebt: In den begehbaren Installationen der französischen Künstlerin Justine Emard verschmelzen Licht, Farben und Töne zu einem pulsierenden Kunstwerk, dessen Grundlage auf dem Kommunikationssystem von Bienen beruht. Eine künstliche Intelligenz, die auf das Verhalten von Bienenschwärmen trainiert wurde, übersetzt deren Bewegungsmuster in Licht- und Klangimpulse, die aufeinander reagieren, wachsen und sich verändern. So entsteht ein »lebendiger Organismus«, der unvorhersehbar agiert und sich eigenständig weiterentwickelt. Das Publikum taucht ein in einen dynamischen Wahrnehmungsraum, der die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz mit der Unmittelbarkeit sinnlicher Erfahrung verknüpft. Justine Emard arbeitet an den Schnittstellen von Video, Skulptur und immersiver Medienkunst. Ihre Arbeiten werden international ausgestellt und untersuchen das Zusammenspiel von Mensch, Natur und Technologie.
4.2.
Beginn: 19:30
Ort: Goldstein Galerie
Dietrich, genannt Dietz, ist 48, verheiratet, hat zwei Töchter und arbeitet als Ingenieur in Düsseldorf. Zusammen mit Volker, einem Musiker und notorischen Langfinger, fährt er übers Wochenende nach Leipzig, um nach Jahren den gemeinsamen Schulfreund Acki zu besuchen. Volker kränkelt, seine Laune ist dementsprechend, und Dietz bemüht sich um gute Stimmung. In Leipzig angekommen, fehlt den beiden allerdings immer noch eine wesentliche Information: Ackis neue Adresse. Während sie auf Nachricht von Acki warten, schlagen sie die Zeit tot mit Kneipen- und Museumsbesuch, und Volker kann nicht widerstehen, ein antikes Schwert aus der Ausstellung zu entwenden...
Mit "Hallimasch" stellt Max Baitinger ein weiteres Mal sein feines Gespür für die Absurditäten des menschlichen Alltags unter Beweis. Der große Stilist und Meister der Zwischentöne lotet in seinem neuesten Werk die Erwartungen an Freundschaft und die Frage aus, wie viel eine Freundschaft aushält – wie immer mit lakonischem Witz und visueller Doppelbödigkeit.
5.2. – 8.2.
Ort: verschiedene Orte
6.2.
Einlass: 21:00, Beginn: 21:30
Ort: AU
Nach über 10 Jahren endlich wieder einmal in der AU: STEAKKNIFE - feinster Punk-Rock/HC-Punk aus Saarbrücken. STEAKKNIFE vereinen Leidenschaft, Spielfreude, Stil und Coolness. Sänger Lee Hollis ist eine der wenigen „Szene“-Persönlichkeiten, die weder in Vergessenheit noch in Talkshows geraten sind. Der charismatische Frontmann hat nicht nur mit den Bands „Spermbirds“ und „2Bad“ Musikgeschichte geschrieben, sondern auch durch seine Bücher und zahlreichen Spoken Word Performances mehr als nur stimmliche Ähnlichkeiten mit Jello Biafra. Mit dabei sind ihre Freunde NTÄ, ebenfalls aus Saarbrücken, die erst kürzlich einen Song mit Lee Hollis aufgenommen haben. NTÄ machen einen wütendenden, ehrlichen Mix aus Punk und Hardcore mit einer unverkennbaren Old School Note. Textlich geht um unterschiedliche Formen persönlicher Höllen, von Armut, Drogen, über falsche Freunde, bis zu übergriffigem Verhalten.
6.2. – 8.2.
Einlass: 10:00, Beginn: 20:00
Ort: Dürerstraße 10, 60596 + Daimlerstraße 32, 60314 Frankfurt am Main
Die Hochschule für Bildende Künste – Städelschule öffnet zum Ende des Wintersemesters mit dem Rundgang ihre Türen und bietet ein umfangreiches Programm aus offenen Ateliers, Gesprächen, Performances und Filmvorführungen an. Der diesjährige Rundgang findet von Freitag, dem 6. Februar, bis Sonntag, dem 8. Februar 2026, täglich von 10:00 bis 20:00 Uhr an beiden Standorten der Städelschule statt.
Während des Rundgangs haben die Besucher*innen die Möglichkeit, einen Einblick in das künstlerische Schaffen von Studierenden aus den acht Klassen der Professor*innen Monika Baer, Gerard Byrne, Hassan Khan, Tobias Rehberger, Willem de Rooij und Haegue Yang sowie der Gastprofessor*innen Dora Budor und Diego Marcon zu bekommen. Die Studierenden öffnen ihre Ateliers und zeigen aktuelle Werke an den beiden Standorten der Städelschule. In Kooperation mit dem DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum werden im Kinosaal des Museums Film- und Videoarbeiten der Studierenden gezeigt.
Darüber hinaus bietet der Rundgang ein dichtes Programm an Performances, Lesungen, Konzerten und Gesprächen. Studierende des Masterprogramms Curatorial Studies – Theorie – Geschichte – Kritik, einem Kooperationsstudiengang der Städelschule und der Goethe-Universität, haben für den diesjährigen Rundgang ein dialogbasiertes Vermittlungsprogramm entwickelt, das Raum für Diskussionen und gemeinsamen Austausch schafft. Zudem werden in der Bibliothek aktuelle Publikationen und Editionen der Städelschule, des Portikus und der Studierenden zum Kauf angeboten.
Preisverleihung: Samstag, 7. Februar 2026, 18:00 Uhr, Dürerstraße 10
Jedes Jahr vergeben der Städelschule Portikus e.V. und weitere Sponsor*innen anlässlich des Rundgangs Preise an die Studierenden. Die diesjährige Jury besteht aus Juliane Bischoff (Kuratorin des Portikus), Zasha Colah (Kuratorin und QuiS Visiting Research Fellow 2025/26 der Städelschule), Marie-Catherine Douglas (stv. Vorsitzende des Städelschule Portikus e.V.), Franziska Nori (Direktorin des Frankfurter Kunstvereins) und Philippe Pirotte (Professor für Kunstgeschichte und Curatorial Studies der Städelschule). Die Verleihung findet in der Lichthalle statt.
7.2.
Beginn: 19:30
Ort: DAS GERICHT - KONRAD-ADENAUER-STRASSE 15, 60313 FRANKFURT
“Lousy Lover"
Opening - 07.02.26, 7.30 pm
Exhibition 07.02. - 21.03.26
DAS GERICHT
AUSSTELLUNGSFLÄCHE
VITRINE 4 / VITRINE 5 / VITRINE 8
KONRAD-ADENAUER-STRASSE 15
60313 FRANKFURT
8.2.
Einlass: 17:30, Beginn: 18:00
Ort: Junges Museum, Frankfurt am Main
Dota Kehr und Jan Rohrbach live zum Abschluss des Kindercomicfestivals YIPPIE.
Zu einigen Songs werden die großartigen Comic-Künstler:innen des Festivals live zeichnen.
8.2.
Beginn: 14:00
Ort: Stadtteilbüro Mathildenviertel Krafftstraße 29, 63065 Offenbach
Comic und Manga Tauschbörse:
Bring deine Comics und Mangas mit und finde neue Storys!
9.2.
Beginn: 20:15
Ort: Pupille Kino
Das Leben von vier Frauen und Mädchen aus einem Jahrhundert, Alma (1910er), Erika (1940er), Angelika (1980er) und Nelly (2020er) wird auf assoziative Weise miteinander verwoben dargestellt. Alle vier verbringen ihre Adoleszenz auf demselben Hof in der Altmark. Jede von ihnen holt die Vergangenheit ein und Gefühlswelten werden offenbar, mit denen sie im Alltag konfrontiert werden: unausgesprochene Ängste, verdrängte Traumata und verschüttete Geheimnisse. In die Sonne schauen wurde in Cannes 2025 mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.
9.2.
Beginn: 20:30
Ort: Schirn Kunsthalle Frankfurt Gabriel-Riesser-Weg 3 Frankfurt am Main
In Erinnerung an Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili-Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin.
In seiner Lecture Performance KLAGELIEDER erzählt Senthuran Varatharajah die Geschichten von Ferhat, Hamza, Said Nesar, Vili-Viorel, Mercedes, Kaloyan, Sedat, Fatih und Gökhan, die innerhalb weniger Minuten von einem Rechtsterroristen in Hanau ermordet wurden. KLAGELIEDER ist ein Requiem: ein Totengesang, ein Totengebet, und eine Totenwache in Gedichtform.
Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Tayfun Guttstadt. In seinen Kompositionen reflektiert er Fragen der kulturellen Herkunft und der multiplen Zugehörigkeiten auf eine sinnlich erfahrbare Weise.
Die Initiative 19. Februar Hanau ist ein Zusammenschluss von Angehörigen, Überlebenden und Unterstützer*innen nach dem rassistischen Anschlag vom 19. Februar 2020 in Hanau. Sie kämpft für Erinnerung, Gerechtigkeit, lückenlose Aufklärung und politische Konsequenzen gegen rassistische Gewalt und entwickelt dafür Ausstellungen wie das gemeinsame Projekt mit Forensic Architecture sowie vielfältige politische Kampagnen und Interventionen.
Eine Kooperation zwischen Initiative 19. Februar Hanau und SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT, gefördert durch die Crespo Foundation.
10.2.
Beginn: 16:00
Ort: Haupteingang des IG Farben-Hauses
10.2.
Beginn: 16:30
Ort: HÖRSAALZENTRUM, HZ 15 Frankfurt Campus Westend
Das Theaterstück “And now Hanau” von Tuğsal Moğul handelt vom rassistischen Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020. Es fragt nach den Kontinuitäten, aber auch nach den Nachwirkungen und der Kritik rechter Gewalt. Was hat diese Tat möglich gemacht? Was sind politische Konsequenzen? Was ist der gesellschaftliche und was ist der juristische Sinn von Gerechtigkeit?
Welche Veränderungen sind nach Hanau nötig? Und inwieweit ist das Theater ein Ort der Gegenuntersuchung, der politischen Bildung und kritischen Revision? Diese Fragen im Spannungsfeld juristischer und politischer Aufklärung werden auch Thema des begleitenden Podiumsgesprächs sein.
16H30
PODIUMSGESPRÄCH
HÖRSAALZENTRUM, HZ 15
Frankfurt
Campus Westend
19H30
»AND NOW HANAU« GASTSPIEL STAATSTHEATER MAINZ CASINO, FESTSAAL I
Text und Regie Tuğsal Moğul
Mit Vincent Doddema, Flora Udochi Egbonu, Anneke Gies, Sabah Qalo Dauer
Dauer ca. 80 Minuten
Einlass ab 19h15
ANMELDUNG
Aufgrund begrenzter Sitzplätze, ist die Teilnahme nur nach Anmeldung per Email möglich:
kunstdergegenuntersuchung@gmail.com
Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit zur Spende an die Initiative „Echte Konsequenzen für Hanau. Wir ziehen vor Gericht!" der Familie Kurtovic.
11.2.
Beginn: 20:15
Ort: Pupille-Kino, Festsaal (1. OG) im Studierendenhaus Mertonstr. 26-28
Mensch gegen Natur! Nachdem Biber seine Apfelplantage zerstört haben, muss Jean Kayak alleine im kalten Winter ums Überleben kämpfen. Auf der Suche nach Nahrung erweisen sich die Wildtiere Wisconsins (gespielt von Menschen in Tierkostümen) als wehrhafte Widersacher, die Jeans Fallen stets entkommen. Mit viel Einfallsreichtum und der Hilfe eines Pelzhändlers mausert Jean sich doch noch zum erfolgreichen Tierjäger hoch. Doch die Biber sind noch lange nicht fertig mit ihm.
Mit einem Budget von nur 150.000 Dollar schufen Regisseur Mike Cheslik und Hauptdarsteller Ryland Brickson Cole Tews ein einfallsreiches und urkomisches Slapstick-Epos, welches Inspiration von unter anderem Buster Keaton, Looney Tunes, Jackie Chan und Nintendo nimmt.
12.2.
Einlass: 19:00,
Ort: Kapelle Offenbach
14.2.
Beginn: 16:00
Ort: Studio 294 auf dem Milchsackgelände
19.2.
Beginn: 20:00
Ort: Deutsches Filmmuseum
PERSONA
Schweden 1966. R: Ingmar Bergman. D: Liv Ullmann, Bibi Andersson, Margaretha Krook. 85 Min. 35mm. OmeU
Original version with English subtitles
Filmkritischer Kommentar: Ruth Fühner
Psychoanalytischer Kommentar: Soheila Kiani-Dorff
Filmreihe: Kino & Couch
In der Reihe zeigt das Kino des DFF zusammen mit dem Frankfurter Psychoanalytischen Institut dieses Jahr von Februar bis Juni neun Filme zum Thema „Das Unaussprechliche“.
Nachdem die Schauspielerin Elisabet Vogler (Liv Ullmann) mitten in einer Theateraufführung zu sprechen aufgehört hat, kümmert sich die junge Krankenschwester Alma um sie. Zur Erholung fahren die beiden Frauen in das Sommerhaus der behandelnden Ärztin. Doch während Elisabet stumm bleibt, offenbart ihr Alma umso mehr intime Details aus ihrem Leben. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Anziehungskraft, die allmählich in symbiotische Abhängigkeit übergeht. Für die Zeitschrift Cahiers du cinéma ist PERSONA der schönste Film Bergmans, in dem das Kino über sich selbst nachdenke.
20.2.
Einlass: 00:00, Beginn: 20:00
Ort: Oetinger Villa Darmstadt
21.2.
Einlass: 18:00, Beginn: 19:00
Ort: Café Koz
ATLANTEAN SWORD, DEEP GNOME, MALFET, PUTRID MARSH, SISTERS OF SORCERY, ROTTEN ORC
6 Dungeon Synth Acts aus den tiefsten Abgründen des Unvorstellbaren.
Alle 6 Sinne werden hier bedient: Riechen, Sehen, Tasten, Hören, Schmecken und Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn.
Alles beginnt abends um 6.06 pm mit träumerischen und albträumerischen Hymnen und Abgründen, in die man sich fallen lassen kann und aus denen man nicht mehr in unsere Zeit und Raum zurückkehren möchte. Kommt mit, kriecht mit uns in den Kerker und lauscht den Klängen!
21.2.
Einlass: 19:00, Beginn: 20:00
Ort: KJK Sandgasse
Wir Sind Glücklich ! - Stahlnetz, Der_Gang350 und Motten live mit Aftershow
Waggon am Kulturgleis und Weird Science präsentieren :
Live on Stage im KJK Sandgasse
Stahlnetz (Berlin / München)
Der_Gang350 (Frankfurt)
Motten (Offenbach)
im Anschluss UndergrouNDW und Artverwandtes mit Neonmotte und Mike (Weird Science)
Einlass : 19 Uhr
Beginn : 20 Uhr
Eintritt : Wie beim Waggon frei - allerdings wäre eine Spende zugunsten der darbenden Künstler sehr fein ❤
23.2.
Beginn: 14:00
Ort: Atelier Walterpassage
Offene Werkstatt (mit Sandrine)
Bring dein eigenes Projekt mit und drucke selbstständig am Riso - wir unterstützen dich dabei.
Kosten: Betreuung kostenlos + Materialkosten
25.2.
Beginn: 20:00
Ort: Schlachthof Wiesbaden - Kesselhaus
Live-Musik gehört zweifellos zu den schönsten Möglichkeiten, ganz und gar im Moment aufzugehen —vor allem, wenn man sich „Auf der Flucht vor der Wirklichkeit“ befindet. Wir erinnern uns: So hieß die letzte Tour von Die Nerven, die das Trio im November letzten Jahres einmal kreuz und quer durch Deutschland, Österreich und die Schweiz absolvierte.
Aber noch einmal von vorne: Die Nerven, das sind Julian Knoth, Kevin Kuhn und Max Rieger, und zusammen gilt das Trio ganz zu Recht als eine der besten Live-Bands des Landes. Ihre Konzerte sind reine Gegenwart: direkt, roh, unverhandelbar. Jeder Versuch, den ephemeren Zauber einzufangen, der sich immer wieder aufs Neue zwischen den drei Musikern auf der Bühne entspinnt, bleibt als bloßer Schatten eines Augenblicks zurück, der sich nur erleben und nicht reproduzieren lässt. Mit „Live aus dem Elfenbeinturm“ legen sie nun ein eindringliches Doppel-Album vor, das die Magie ihrer gefeierten „Auf der Flucht vor der Wirklichkeit“-Tour einfängt –roh, direkt und emotional aufgeladen, formulieren Die Nerven ihren Sound zwischen Post-Punk, Noise-Rock und düsterem Pathos erneut auf den Punkt.16 Songs aus ihren letzten drei Studioalben (plus zwei Rückgriffe auf „Fun“) bilden eine krachende Retrospektive –nicht als bloße Dokumentation, sondern als künstlerische Neuinterpretation. Zwischen eruptivem Noise und fragiler Stille entfaltet sich ein dynamisches Live-Set, das Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwebt. Nun bringen sie genau jenes erneut auf die Bühnen. Es ist Werkschau, Rückblick und Vorausschau in einem. Und geradezu niederschmetternd gut.
26.2.
Beginn: 20:00
Ort: Deutsches Filmmuseum
THE HURT LOCKER
Tödliches Kommando
USA 2008. R: Kathryn Bigelow. D: Jeremy Renner, Anthony Mackie, Brian Geraghty. 131 Min. 35mm. OmU
Original version with German subtitles
Filmkritischer Kommentar: Manfred Riepe
Psychoanalytischer Kommentar: Karl Colditz
Filmreihe: Kino & Couch
In der Reihe zeigt das Kino des DFF zusammen mit dem Frankfurter Psychoanalytischen Institut dieses Jahr von Februar bis Juni neun Filme zum Thema „Das Unaussprechliche“.
Der Film basiert auf den Erfahrungen des Journalisten Mark Boal, der „embedded” ein Bombenentschärfungskommando im Irak-Krieg begleitet hatte und auch das Drehbuch schrieb. Mit großer Genauigkeit wird die tägliche Arbeit dieser Einheit geschildert, die sich ständig in tödlicher Bedrohung befindet, aber auch die Faszination für die Gefahr, die Männer im Krieg erleben. Mit sechs Academy Awards (darunter als „Bester Film“) war der Film überraschend der große Oscar®-Gewinner 2010. Kathryn Bigelow wurde mit dem Oscar® für die Beste Regie prämiert – zum ersten Mal überhaupt ging diese Trophäe an eine Frau.
4.3.
Beginn: 19:00
Ort: Freies Deutsches Hochstift, Arkadensaal, Großer Hirschgraben 23-25
250 Jahre E.T.A. Hoffmann (1776 – 1822) müssen gefeiert werden!
Wir tun das mit einer Präsentation seiner schaurigen Erzählung ‚Der Sandmann‘, meisterhaft umgesetzt als Graphic Novel von Vitali Konstantinov. Der Autor, Illustrator und Comiczeichner hat E.T.A. Hoffmanns berühmtes ‚Nachtstück‘ atemberaubend ins Visuelle transferiert. Und so muss der verunsicherte, als Kind schon traumatisierte Student Nathanael auch in dieser Graphic Novel leiden, verfolgt vom Sandmann, vom Wetterglashändler Coppola und letztlich als Opfer seines eigenen Wahns, in dem er seine Verlobte nicht mehr erkennt, sich aber in eine Automatenpuppe verliebt. Oder ist alles ganz anders?
Vitali Konstantinovs zeichnerische Adaption wird mit ihrer Liebe zum Detail Hoffmann-Fans ebenso begeistern wie die der Graphic Novel. Der vielfach ausgezeichnete Künstler stellt sie an diesem Abend vor und spricht mit Jakob Hoffmann über den Schaffensprozess und seine Arbeit.
Eintritt: 5 €
9.3.
Beginn: 19:00
Ort: Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main
Dokufilm (2024) von Mati Diop | 71 Min., OmdU
Mati Diops Dokumentarfilm thematisiert die Rückgabe von 26 königlichen Schätzen des Königreichs Dahomey an Benin, die während der Kolonialzeit von Frankreich geraubt wurden. Im November 2021 gab Frankreich diese Kulturgüter offiziell zurück – darunter symbolträchtige Statuen der Könige Glélé, Behanzin und Ghézo sowie ein 1892 geraubter Thron. Die Rückgabe basiert auf einem Bericht der Wissenschaftlerinnen Bénédicte Savoy und Felwine Sarr an Präsident Macron aus
dem Jahr 2018. Die Rückkehr der Objekte wurde in Benin feierlich begrüßt und zunächst im Präsidentenpalast in Cotonou ausgestellt. Diops Film zeigt auch eine Diskussion von Studierenden, die die Rückgabe kritisch hinterfragen: Sie bemängeln, dass nur 26 von etwa 7.000 Objekten zurückgegeben wurden, und thema-tisieren den Verlust von Sprachen, Traditionen und Geschichte durch die Kolonialisierung. Einige sehen in der Rückgabe eine Imagekampagne Macrons oder diskutieren die Rolle von Benins Präsident Patrice Talon. Der Film verbindet so die Geschichte der geraubten Kunstwerke mit aktuellen gesellschaftlichen Debatten.
09. März, 19 Uhr
Mit Zerai Abraham
Host: Projekt Moses - Jugend- und Sozialwerk e.V.
11.3.
Beginn: 21:00
Ort: Harmonie Kino
Präsentiert in (Dis)Harmonie- Die Reihe für den abseitigen Film
Überraschungs-Vintage Horror-Film in der englischen Originalversion
Du gehörst zu denen, die bei Jump Scares nur noch müde lächeln, du kannst die Namen Bela Fugosi, Vincent Price oder Robert Englund den korrekten ikonischen Charakteren des fantastischen Films zuordnen. Du glaubst, du bist von Gothic- bis Zombiefilm ein allumfassendes Lexikon des morbiden Kinos? Dann lass dich vom Team der (Dis)Harmonie überraschen oder gerne neu unseren Fundstücken begeistern.
Mit der CREEPY CLASSICS SNEAK garantieren wir qualitatives Gruseln mit kultigen, aber auch vergessenen Perlen des internationalen Horrorfilms. Ob obskurer B-Movie, ewiger Geheimtipp oder verschollenes Gruseljuwel aus den Untiefen cineastischer Gruften. Und selbst wenn es ein Filmtitel ist, den ihr möglicherweise schon einmal gesehen habt. Diesen gemeinsam im Kino mit einem gleichgesinnten Publikum des abseitigen Geschmacks zu genießen bzw. sich gemeinsam zu gruseln, ist schließlich immer ein Fest.
In unserer neuen Unterreihe von (Dis)Harmonie - Die Reihe für den abseitigen Film präsentieren wir ab sofort alle zwei Monate einen Horrorfilmklassiker, der unbedingt noch einmal auf die große Leinwand gehört. Aber seid gewarnt: Moderne Produktionen nach 1985 wird es hier nicht zu sehen geben. Wir setzen vollkommen auf Retro, Vintage und Schwarzweiß. Lasst also mit uns zusammen, die Tradition des guten alten Mitternachtskinos aufleben und freut euch auf eine ganz besondere Show nostalgischen Gruselns.
Ab 18 Jahren | 100 Minuten
14.5.
Beginn: 20:00
Ort: schon schön Wiesbaden
AUA
AUA melden sich mit ihrem dritten Studioalbum Painkiller No.1 zurück und setzen damit einen markanten Schlusspunkt hinter eine eindrucksvolle Trilogie. Nach der introspektiven Tiefe von The Damaged Organ (2022) und der explosiven Ausgelassenheit ihres Debütalbums I Don’t Want It Darker (2020) ist das neueste Werk der Multiinstrumentalisten Fabian Bremer und Henrik Eichmann ein Zeugnis ihrer künstlerischen Dynamik und langjährigen Freundschaft. Erneut in Eigenregie zwischen Heimstudios und abgelegener Ferienhütte aufgenommen, setzt sich Painkiller No.1 zu einem sorgfältig komponierten Mosaik aus klanglicher Vielschichtigkeit und komplexem Songwriting zusammen, das den unermüdlichen Drang des Duos zur Weiterentwicklung verdeutlicht. Motorik-Beats und Synth-Arpeggios bleiben die treibenden Kräfte in AUAs kreativem Output, wie im Stück Disconnected Bliss oder dem Titeltrack des Albums.
Bremer und Eichmann erlauben sich jedoch auch Raum zum Atmen, insbesondere da mehr Songs von ihren Gesangsperformances getragen werden, wie in Scenes of Quiet Life oder White Sharks. Auf Painkiller No.1 erweiter ndie beiden Musiker ihre Klangpalette aus fragilem Gesang, trocken-punchigen Drums, Vintage-Synths und Lo-fi-Gitarren um weitere Einflüsse, die die Grenzen ihres bewährten Sounds ausloten: Von den psychedelischen Ausbrüchen von Portishead und den Beatles inspiriert, über die vertrackten Arrangements von Autolux und Broadcast, wagt sich der dritte Langspieler der Band in unbekannte Gefilde, bleibt aber der rauen, wabernden Ästhetik seiner Vorgänger treu. Jeder Track wird zu einer Reise für sich, die die Reife der beiden Musiker als Songwriter und Storyteller unter Beweis stellt.
Wohnbau
Wohnbau machen Musik eigentlich. Zunächst als Studioprojekt während der Pandemie gegründet, um trotz der Einschränkungen musikalisch aktiv sein zu können, steht das Quartett heute auf der Bühne, um die Songs ihrer ersten Veröffentlichung und mehr live zu präsentieren. Dabei verfolgen sie einen offenen musikalischen Ansatz, der Elemente von Postpunk, Krautrock, New Wave und Minimal Music im Uncanny Valley ihres eigenen (Anti-)Stils verbindet und neu interpretiert. Nicht als Rekombination, sondern als Herangehensweise.
Einlass: 19:30 Beginn: 20:00 | Eintritt: VVK 18,00 + Gebühren
29.5.
Beginn: 20:00
Ort: schon schön Wiesbaden
Bitte gehen Sie weiter, bitte bleiben Sie hier nicht stehen! Auch mehr als zwei Jahrzehnte nach ihrer Gründung zelebrieren Urlaub in Polen eine in den Projektnamen gegossene Ästhetik des Vorübergehenden, der zeitlich begrenzten Erfahrung innerhalb eines kontinuierlichen Stroms aus neuen Eindrücken und sich im Reisegepäck ansammelnder Memorabilia. Nach längerer Pause erschien 2020 das Album All, an dessen verspulte Variante von Krautrock die Neuerscheinung Objects, Beings and Parrots einerseits anschließt, sich andererseits aber in bester eklektischer Tradition weiter in allerlei Genregefilde vortastet, ohne je den roten Faden zu verlieren. Multiinstrumentalist Georg Brenner und Schlagzeuger Jan Philipp Janzen schlagen neun Tracks lang eine Fährte durch das Referenzgewusel (siehe an dieser Stelle auch die Covercollage aus Fliesenkatalog, Retro-Serviervorschlag und Archäologielehrbuch), die beim Zuhören ein wohliges Gefühl von Mitgenommenwerden erzeugt - bei aller Verweigerung einer klaren musikalischen Kategorisierung der Band.
Einlass: 19:30 Beginn: 20:00 | Eintritt: VVK 24,20 inkl. Gebühren
25.7. – 26.7.
Ort: Rheinhessischer Elektronischer Musikverein
R.E.M., ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Rommersheim, will der avantgardistischen Musik einen Salon auf dem Land geben. Musikveroeffentlichungen, Konzerte, Workshops, Residenzen, Proben, Barabende. Musikkultur zwischen Rebkultur im ehemaligen Flaschenlager der Drollmühle, Rheinhessen.