23.1.
Beginn: 20:00
Ort: Hoffahrt-Theater Darmstadt
Die Besondere Platte
Die beliebte MusikListening-Reihe aus Darmstadt - komm vorbei, lehn dich zurück und genieße einen Abend voller Klang, Gefühl und Vinylmagie!
DJs und Plattensammler stellen ihre Lieblingsstücke vor und laden zu einem genreübergreifenden Abend in entspannter Atmosphäre ein. Den perfekten Rahmen, um den besonderen Platten zu lauschen, bietet das Hoffart Theater mit seinen Polstern, Kissen, dem Perserteppich und seinem unverwechselbaren Charme.
23.1.
Beginn: 20:00
Ort: Koz
Queerer Materialismus bei Thomas Brasch, Gisela Elsner, Elfriede Jelinek, Ronald M. Schernikau und im Pop
„You wanna hot body? You better work!" Um ein Geschlecht zu haben, bedarf es Arbeit; Körperarbeit, Spracharbeit, Sexarbeit, Lohnarbeit, Kunstarbeit ... Denn das Geschlecht und die Identität eines Körpers ist so wenig gegeben, wie seine Materie bedeutungslos ist.
Angefangen bei DDR-Literatur über die Schwarze Botin bis zur Popmusik der neoliberalen Gegenwart, geht das Buch den Bewegungen des Geschlecht-Machens, dem Produzieren und Erarbeiten von Sexualität und Begehren, nach. Anhand Thomas Braschs „Lovely Rita", Elfriede
Jelineks „Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte oder Stützen der Gesellschaften", Gisela Elsners „Das Berührungsverbot", Ronald M. Schernikaus „Kleinstadtnovelle" und „LEGENDE" sowie anhand von Popmusik, wird ein literarisches Verfahren der Geschlechterproduktion beschrieben, das die Autorin Queerer Materialismus nennt.
23.1. – 24.1.
Ort: Commons Café im Digital Retro Park Walter-Passage // KJK Sandgassse, Offenbach
„KLANGLABYRINTH IM EXIL - A sonic maze for daring listeners"
In Zusammenarbeit mit Xerox Exotique und dem Lusofest präsentieren wir ein zweitägiges Festival der experimentellen Musik! Es gibt eine Menge Live-Acts & zwei thematisch passende Dokumentarfilme an zwei "Waggon-im-Exil"-Orten am 23. und 24.1. 2026:
Tag 1: Freitag, 23.1 - 18:30
Commons Café / Digital Retro Park
Walter-Passage, Frankfurter Str. 13-15, 63065
Offenbach (https://www.digitalretropark.net/digital-retro-park/anfahrt/)
FILME:
SUR LA STRE NURO (Portugal, 2025) EXRM (Deutschland, 2016)
LIVE:
MATERIALEINSCHÜCHTERUNG
Elektro-akustische Klangskulpturen zwischen Gerausch und Tongemisch mittels (teils) selbst gelöteter elektronischer Klangerzeuger.
https://materialeinschuechterung.bandcamp.com
Tag 2: Samstag, 24.1.2026 - 20:00 Uhr
KJK SANDGASSE
Sandgasse 26, 63065 Offenbach
"A sonic maze for daring listeners".
Am zweiten Tag unseres Festival der experimentellen Musik präsentieren wir in Zusammenarbeit mit Xerox Exotique sieben spannende Liveacts aus ganz Deutschland:
DER VERLORENE FADEN (Harsh noise), EMERGE (Musique concrète, Drone & Noise),
KYBERNAUGHTY (Dark Ambient),
CIRCUITNOISE (Klang der Schaltkreise), WORSEL STRAUSS (Tenori-On live), YPSMAEL+Gäste (Live Elektronik),
GRODOCK (Rauschkonzert)
DAS SYNTHETISCHE MISCHGEWEBE (Industrial/ Avantgarde seit den frühen Achtziger Jahren!)
23.1.
Beginn: 20:00
Ort: HfG Kapelle Offenbach
24.1. – 25.1.
Ort: Harmonie Kinos
Es heißt ja, das Horrorgenre sei so beliebt, weil wir dort mit Figuren leiden, denen es schlechter geht als uns selbst. Nun, in diesem Sinn haben wir echt was zu bieten: Denn mit der gnadenlosen DOLLY oder unserer diesjährigen CRAZY OLD LADY Carmen Maura möchte sich sicher niemand anlegen. Auch der von Mike Flanagan präsentierte Mysterythriller SHELBY OAKS legt die Latte in Sachen Albtraum und Angst hoch und Enfant terrible Can Evrenol schockiert in THE TURKISH COFFEE TABLE mit einem Ereignis jenseits unserer Vorstellungskraft. Doch immerhin, die erhoffte Katharsis lässt nicht lange auf sich warten. Denn neben Metal-dröhnenden Untoten (DEATHGASM: GOREMAGGEDON), dem neonkalten Paranoiatrip EVERY HEAVY THING und dem vielschichtigen Folk-Horror THE HOLY BOY, kommen auch Filme mit großen Emotionen nicht zu kurz. DECORADO etwa schickt einen krisengebeutelten Mäuserich auf Abenteuer, im überbordenden DUST BUNNY bekommt Killer Mads Mikkelsen den ungewöhnlichen Auftrag, ein Monster unter dem Bett zu töten, und MY DAUGHTER IS A ZOMBIE, Koreas erfolgreichster Blockbuster von 2025, präsentiert sich als etwas anderer „Familien“-Film mit Biss und Herz, das trotz Modergeruch erstaunlich warm schlägt.
28.1.
Beginn: 19:00
Ort: Mousonturm, Studio 1
Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Wie es kommen musste – Aspekte des neuen Autoritarismus" vom Institut für Sozialforschung und Künstler*innenhaus Mousonturm.
Das in Adornos Studien zum autoritären Charakter aus der frühen Nachkriegszeit eher unbestimmt gebliebene Merkmal der Destruktivität rückt hier ins Zentrum der Autoritarismusforschung. Ausgehend von Erich Fromms Konzept der Destruktivität wird deutlich, wie autoritäre Dispositionen sich als affektiv grundierte Modi der Weltverarbeitung äußern. Anhand von Fallbeispielen wird das Begehren nach Zerstörung als eine Reaktionsform blockierten Lebens gedeutet, das sich seiner Handlungsfähigkeit beraubt sieht. Diese destruktive Affektstruktur speist ihre Energien aus einer Weltwahrnehmung, die sich von Aufstieg und Wachstum verabschiedet hat. Gesellschaft erscheint vielmehr als ein Nullsummenspiel, in dem (zu) viele Menschen um knappe Ressourcen kämpfen. Der Vortrag versteht diese affektive Weltwahrnehmung als zentralen Motor autoritärer Rebellion und plädiert für eine Relektüre Fromms.
30.1.
Beginn: 19:00
Ort: Lokal im Mousonturm
Freier Eintritt bis 21 Uhr, danach 5 Euro
31.1.
Beginn: 12:00
Ort: Parkside Studios Offenbach
3.2.
Beginn: 18:30
Ort: Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main
Eine gescheiterte österreichische Martial-Arts-Kämpferin geht auf das Angebot einer jordanischen Familie ein, deren drei Töchter in Amman als „Personal Trainerin“ sportlich zu ertüchtigen. Sie will damit ihrer prekären Existenz entkommen, landet aber in einer fremden und latent bedrohlichen Welt. Doch was als Sozialdrama mit bizarrer Komik beginnt, verschiebt beständig die Prämissen ins Feld eines Thrillers um mafiöse Verstrickungen und patriarchale Gewalt. Das mit Genre-Konventionen spielende Drama lässt naheliegende Erwartungen gezielt ins Leere laufen.
Ö, 2024
Regie: Kurdwin Ayub
Drama
Mit: Florentina Holzinger, Andria Tayeh, Celina Sarhan
93 Minuten, FSK: ab 16
4.2.
Beginn: 18:00
Ort: KunstKulturKirche Allerheiligen
Licht- und Klanginstallation im Rahmen der cresc... Biennale für aktuelle Musik
04.02.2026, 18 Uhr: Eröffnung, anschließend geöffnet bis 22.30 Uhr
So–Fr: 18–22.30 Uhr, Sa: 20–22.30 Uhr (außer am 13./14.02.2026)
Dieser Organismus lebt: In den begehbaren Installationen der französischen Künstlerin Justine Emard verschmelzen Licht, Farben und Töne zu einem pulsierenden Kunstwerk, dessen Grundlage auf dem Kommunikationssystem von Bienen beruht. Eine künstliche Intelligenz, die auf das Verhalten von Bienenschwärmen trainiert wurde, übersetzt deren Bewegungsmuster in Licht- und Klangimpulse, die aufeinander reagieren, wachsen und sich verändern. So entsteht ein »lebendiger Organismus«, der unvorhersehbar agiert und sich eigenständig weiterentwickelt. Das Publikum taucht ein in einen dynamischen Wahrnehmungsraum, der die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz mit der Unmittelbarkeit sinnlicher Erfahrung verknüpft. Justine Emard arbeitet an den Schnittstellen von Video, Skulptur und immersiver Medienkunst. Ihre Arbeiten werden international ausgestellt und untersuchen das Zusammenspiel von Mensch, Natur und Technologie.
4.2.
Beginn: 19:30
Ort: Goldstein Galerie
Dietrich, genannt Dietz, ist 48, verheiratet, hat zwei Töchter und arbeitet als Ingenieur in Düsseldorf. Zusammen mit Volker, einem Musiker und notorischen Langfinger, fährt er übers Wochenende nach Leipzig, um nach Jahren den gemeinsamen Schulfreund Acki zu besuchen. Volker kränkelt, seine Laune ist dementsprechend, und Dietz bemüht sich um gute Stimmung. In Leipzig angekommen, fehlt den beiden allerdings immer noch eine wesentliche Information: Ackis neue Adresse. Während sie auf Nachricht von Acki warten, schlagen sie die Zeit tot mit Kneipen- und Museumsbesuch, und Volker kann nicht widerstehen, ein antikes Schwert aus der Ausstellung zu entwenden...
Mit "Hallimasch" stellt Max Baitinger ein weiteres Mal sein feines Gespür für die Absurditäten des menschlichen Alltags unter Beweis. Der große Stilist und Meister der Zwischentöne lotet in seinem neuesten Werk die Erwartungen an Freundschaft und die Frage aus, wie viel eine Freundschaft aushält – wie immer mit lakonischem Witz und visueller Doppelbödigkeit.
5.2. – 8.2.
Ort: verschiedene Orte
6.2.
Einlass: 21:00, Beginn: 21:30
Ort: AU
Nach über 10 Jahren endlich wieder einmal in der AU: STEAKKNIFE - feinster Punk-Rock/HC-Punk aus Saarbrücken. STEAKKNIFE vereinen Leidenschaft, Spielfreude, Stil und Coolness. Sänger Lee Hollis ist eine der wenigen „Szene“-Persönlichkeiten, die weder in Vergessenheit noch in Talkshows geraten sind. Der charismatische Frontmann hat nicht nur mit den Bands „Spermbirds“ und „2Bad“ Musikgeschichte geschrieben, sondern auch durch seine Bücher und zahlreichen Spoken Word Performances mehr als nur stimmliche Ähnlichkeiten mit Jello Biafra. Mit dabei sind ihre Freunde NTÄ, ebenfalls aus Saarbrücken, die erst kürzlich einen Song mit Lee Hollis aufgenommen haben. NTÄ machen einen wütendenden, ehrlichen Mix aus Punk und Hardcore mit einer unverkennbaren Old School Note. Textlich geht um unterschiedliche Formen persönlicher Höllen, von Armut, Drogen, über falsche Freunde, bis zu übergriffigem Verhalten.
8.2.
Einlass: 17:30, Beginn: 18:00
Ort: Junges Museum, Frankfurt am Main
Dota Kehr und Jan Rohrbach live zum Abschluss des Kindercomicfestivals YIPPIE.
Zu einigen Songs werden die großartigen Comic-Künstler:innen des Festivals live zeichnen.
9.2.
Beginn: 20:15
Ort: Pupille Kino
Das Leben von vier Frauen und Mädchen aus einem Jahrhundert, Alma (1910er), Erika (1940er), Angelika (1980er) und Nelly (2020er) wird auf assoziative Weise miteinander verwoben dargestellt. Alle vier verbringen ihre Adoleszenz auf demselben Hof in der Altmark. Jede von ihnen holt die Vergangenheit ein und Gefühlswelten werden offenbar, mit denen sie im Alltag konfrontiert werden: unausgesprochene Ängste, verdrängte Traumata und verschüttete Geheimnisse. In die Sonne schauen wurde in Cannes 2025 mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.
10.2.
Beginn: 16:00
Ort: Haupteingang des IG Farben-Hauses
11.2.
Beginn: 20:15
Ort: Pupille-Kino, Festsaal (1. OG) im Studierendenhaus Mertonstr. 26-28
Mensch gegen Natur! Nachdem Biber seine Apfelplantage zerstört haben, muss Jean Kayak alleine im kalten Winter ums Überleben kämpfen. Auf der Suche nach Nahrung erweisen sich die Wildtiere Wisconsins (gespielt von Menschen in Tierkostümen) als wehrhafte Widersacher, die Jeans Fallen stets entkommen. Mit viel Einfallsreichtum und der Hilfe eines Pelzhändlers mausert Jean sich doch noch zum erfolgreichen Tierjäger hoch. Doch die Biber sind noch lange nicht fertig mit ihm.
Mit einem Budget von nur 150.000 Dollar schufen Regisseur Mike Cheslik und Hauptdarsteller Ryland Brickson Cole Tews ein einfallsreiches und urkomisches Slapstick-Epos, welches Inspiration von unter anderem Buster Keaton, Looney Tunes, Jackie Chan und Nintendo nimmt.
12.2.
Einlass: 19:00,
Ort: Kapelle Offenbach
14.2.
Beginn: 16:00
Ort: Studio 294 auf dem Milchsackgelände
20.2.
Einlass: 00:00, Beginn: 20:00
Ort: Oetinger Villa Darmstadt
21.2.
Einlass: 18:00, Beginn: 19:00
Ort: Café Koz
ATLANTEAN SWORD, DEEP GNOME, MALFET, PUTRID MARSH, SISTERS OF SORCERY, ROTTEN ORC
6 Dungeon Synth Acts aus den tiefsten Abgründen des Unvorstellbaren.
Alle 6 Sinne werden hier bedient: Riechen, Sehen, Tasten, Hören, Schmecken und Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn.
Alles beginnt abends um 6.06 pm mit träumerischen und albträumerischen Hymnen und Abgründen, in die man sich fallen lassen kann und aus denen man nicht mehr in unsere Zeit und Raum zurückkehren möchte. Kommt mit, kriecht mit uns in den Kerker und lauscht den Klängen!
21.2.
Einlass: 19:00, Beginn: 20:00
Ort: KJK Sandgasse
Wir Sind Glücklich ! - Stahlnetz, Der_Gang350 und Motten live mit Aftershow
Waggon am Kulturgleis und Weird Science präsentieren :
Live on Stage im KJK Sandgasse
Stahlnetz (Berlin / München)
Der_Gang350 (Frankfurt)
Motten (Offenbach)
im Anschluss UndergrouNDW und Artverwandtes mit Neonmotte und Mike (Weird Science)
Einlass : 19 Uhr
Beginn : 20 Uhr
Eintritt : Wie beim Waggon frei - allerdings wäre eine Spende zugunsten der darbenden Künstler sehr fein ❤
23.2.
Beginn: 14:00
Ort: Atelier Walterpassage
Offene Werkstatt (mit Sandrine)
Bring dein eigenes Projekt mit und drucke selbstständig am Riso - wir unterstützen dich dabei.
Kosten: Betreuung kostenlos + Materialkosten
25.2.
Beginn: 20:00
Ort: Schlachthof Wiesbaden - Kesselhaus
Live-Musik gehört zweifellos zu den schönsten Möglichkeiten, ganz und gar im Moment aufzugehen —vor allem, wenn man sich „Auf der Flucht vor der Wirklichkeit“ befindet. Wir erinnern uns: So hieß die letzte Tour von Die Nerven, die das Trio im November letzten Jahres einmal kreuz und quer durch Deutschland, Österreich und die Schweiz absolvierte.
Aber noch einmal von vorne: Die Nerven, das sind Julian Knoth, Kevin Kuhn und Max Rieger, und zusammen gilt das Trio ganz zu Recht als eine der besten Live-Bands des Landes. Ihre Konzerte sind reine Gegenwart: direkt, roh, unverhandelbar. Jeder Versuch, den ephemeren Zauber einzufangen, der sich immer wieder aufs Neue zwischen den drei Musikern auf der Bühne entspinnt, bleibt als bloßer Schatten eines Augenblicks zurück, der sich nur erleben und nicht reproduzieren lässt. Mit „Live aus dem Elfenbeinturm“ legen sie nun ein eindringliches Doppel-Album vor, das die Magie ihrer gefeierten „Auf der Flucht vor der Wirklichkeit“-Tour einfängt –roh, direkt und emotional aufgeladen, formulieren Die Nerven ihren Sound zwischen Post-Punk, Noise-Rock und düsterem Pathos erneut auf den Punkt.16 Songs aus ihren letzten drei Studioalben (plus zwei Rückgriffe auf „Fun“) bilden eine krachende Retrospektive –nicht als bloße Dokumentation, sondern als künstlerische Neuinterpretation. Zwischen eruptivem Noise und fragiler Stille entfaltet sich ein dynamisches Live-Set, das Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwebt. Nun bringen sie genau jenes erneut auf die Bühnen. Es ist Werkschau, Rückblick und Vorausschau in einem. Und geradezu niederschmetternd gut.
4.3.
Beginn: 19:00
Ort: Freies Deutsches Hochstift, Arkadensaal, Großer Hirschgraben 23-25
250 Jahre E.T.A. Hoffmann (1776 – 1822) müssen gefeiert werden!
Wir tun das mit einer Präsentation seiner schaurigen Erzählung ‚Der Sandmann‘, meisterhaft umgesetzt als Graphic Novel von Vitali Konstantinov. Der Autor, Illustrator und Comiczeichner hat E.T.A. Hoffmanns berühmtes ‚Nachtstück‘ atemberaubend ins Visuelle transferiert. Und so muss der verunsicherte, als Kind schon traumatisierte Student Nathanael auch in dieser Graphic Novel leiden, verfolgt vom Sandmann, vom Wetterglashändler Coppola und letztlich als Opfer seines eigenen Wahns, in dem er seine Verlobte nicht mehr erkennt, sich aber in eine Automatenpuppe verliebt. Oder ist alles ganz anders?
Vitali Konstantinovs zeichnerische Adaption wird mit ihrer Liebe zum Detail Hoffmann-Fans ebenso begeistern wie die der Graphic Novel. Der vielfach ausgezeichnete Künstler stellt sie an diesem Abend vor und spricht mit Jakob Hoffmann über den Schaffensprozess und seine Arbeit.
Eintritt: 5 €
9.3.
Beginn: 19:00
Ort: Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main
Dokufilm (2024) von Mati Diop | 71 Min., OmdU
Mati Diops Dokumentarfilm thematisiert die Rückgabe von 26 königlichen Schätzen des Königreichs Dahomey an Benin, die während der Kolonialzeit von Frankreich geraubt wurden. Im November 2021 gab Frankreich diese Kulturgüter offiziell zurück – darunter symbolträchtige Statuen der Könige Glélé, Behanzin und Ghézo sowie ein 1892 geraubter Thron. Die Rückgabe basiert auf einem Bericht der Wissenschaftlerinnen Bénédicte Savoy und Felwine Sarr an Präsident Macron aus
dem Jahr 2018. Die Rückkehr der Objekte wurde in Benin feierlich begrüßt und zunächst im Präsidentenpalast in Cotonou ausgestellt. Diops Film zeigt auch eine Diskussion von Studierenden, die die Rückgabe kritisch hinterfragen: Sie bemängeln, dass nur 26 von etwa 7.000 Objekten zurückgegeben wurden, und thema-tisieren den Verlust von Sprachen, Traditionen und Geschichte durch die Kolonialisierung. Einige sehen in der Rückgabe eine Imagekampagne Macrons oder diskutieren die Rolle von Benins Präsident Patrice Talon. Der Film verbindet so die Geschichte der geraubten Kunstwerke mit aktuellen gesellschaftlichen Debatten.
09. März, 19 Uhr
Mit Zerai Abraham
Host: Projekt Moses - Jugend- und Sozialwerk e.V.
14.5.
Beginn: 20:00
Ort: schon schön Wiesbaden
AUA
AUA melden sich mit ihrem dritten Studioalbum Painkiller No.1 zurück und setzen damit einen markanten Schlusspunkt hinter eine eindrucksvolle Trilogie. Nach der introspektiven Tiefe von The Damaged Organ (2022) und der explosiven Ausgelassenheit ihres Debütalbums I Don’t Want It Darker (2020) ist das neueste Werk der Multiinstrumentalisten Fabian Bremer und Henrik Eichmann ein Zeugnis ihrer künstlerischen Dynamik und langjährigen Freundschaft. Erneut in Eigenregie zwischen Heimstudios und abgelegener Ferienhütte aufgenommen, setzt sich Painkiller No.1 zu einem sorgfältig komponierten Mosaik aus klanglicher Vielschichtigkeit und komplexem Songwriting zusammen, das den unermüdlichen Drang des Duos zur Weiterentwicklung verdeutlicht. Motorik-Beats und Synth-Arpeggios bleiben die treibenden Kräfte in AUAs kreativem Output, wie im Stück Disconnected Bliss oder dem Titeltrack des Albums.
Bremer und Eichmann erlauben sich jedoch auch Raum zum Atmen, insbesondere da mehr Songs von ihren Gesangsperformances getragen werden, wie in Scenes of Quiet Life oder White Sharks. Auf Painkiller No.1 erweiter ndie beiden Musiker ihre Klangpalette aus fragilem Gesang, trocken-punchigen Drums, Vintage-Synths und Lo-fi-Gitarren um weitere Einflüsse, die die Grenzen ihres bewährten Sounds ausloten: Von den psychedelischen Ausbrüchen von Portishead und den Beatles inspiriert, über die vertrackten Arrangements von Autolux und Broadcast, wagt sich der dritte Langspieler der Band in unbekannte Gefilde, bleibt aber der rauen, wabernden Ästhetik seiner Vorgänger treu. Jeder Track wird zu einer Reise für sich, die die Reife der beiden Musiker als Songwriter und Storyteller unter Beweis stellt.
Wohnbau
Wohnbau machen Musik eigentlich. Zunächst als Studioprojekt während der Pandemie gegründet, um trotz der Einschränkungen musikalisch aktiv sein zu können, steht das Quartett heute auf der Bühne, um die Songs ihrer ersten Veröffentlichung und mehr live zu präsentieren. Dabei verfolgen sie einen offenen musikalischen Ansatz, der Elemente von Postpunk, Krautrock, New Wave und Minimal Music im Uncanny Valley ihres eigenen (Anti-)Stils verbindet und neu interpretiert. Nicht als Rekombination, sondern als Herangehensweise.
Einlass: 19:30 Beginn: 20:00 | Eintritt: VVK 18,00 + Gebühren
29.5.
Beginn: 20:00
Ort: schon schön Wiesbaden
Bitte gehen Sie weiter, bitte bleiben Sie hier nicht stehen! Auch mehr als zwei Jahrzehnte nach ihrer Gründung zelebrieren Urlaub in Polen eine in den Projektnamen gegossene Ästhetik des Vorübergehenden, der zeitlich begrenzten Erfahrung innerhalb eines kontinuierlichen Stroms aus neuen Eindrücken und sich im Reisegepäck ansammelnder Memorabilia. Nach längerer Pause erschien 2020 das Album All, an dessen verspulte Variante von Krautrock die Neuerscheinung Objects, Beings and Parrots einerseits anschließt, sich andererseits aber in bester eklektischer Tradition weiter in allerlei Genregefilde vortastet, ohne je den roten Faden zu verlieren. Multiinstrumentalist Georg Brenner und Schlagzeuger Jan Philipp Janzen schlagen neun Tracks lang eine Fährte durch das Referenzgewusel (siehe an dieser Stelle auch die Covercollage aus Fliesenkatalog, Retro-Serviervorschlag und Archäologielehrbuch), die beim Zuhören ein wohliges Gefühl von Mitgenommenwerden erzeugt - bei aller Verweigerung einer klaren musikalischen Kategorisierung der Band.
Einlass: 19:30 Beginn: 20:00 | Eintritt: VVK 24,20 inkl. Gebühren